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Wenn die Blase das Wasser nicht lange hält

Freitag, 07.01.2011

Der ständige Druck auf die Blase und das Gefühl, es nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette zu schaffen, betrifft nicht nur Menschen mit Blasenschwäche, sondern auch viele neurologische Patienten. Nun gibt es neue Behandlungsansätze. Durch Schäden am Nervensystem kann es zu Funktionsstörungen der Blase kommen, davon sind besonders Patienten mit Multipler Sklerose betroffen. Werden die Probleme mit dem Wasserlassen nicht behandelt, kann dies zu lebensgefährlichen Nierenversagen führen. Durch die Kooperation der Neurologischen Fachklinken Schmieder und der urologischen Abteilung des Krankenhauses Konstanz kann den Betroffenen mit verschiedenen Methoden geholfen  werden. Nicht nur sprechen Neurologen von sich aus das Tabu-Problem an, sie haben auch in Zusammenarbeit mit den Konstanzer Urologen ein Konzept für die Basisdiagnostik entwickelt. Während der Rehabilitation wird die Blasenschwäche mit Medikamenten, Spritzen in die Blasenmuskulatur oder notfalls auch mit einem Blasenschrittmacher behandelt. Dieser sendet elektrische Impulse aus und stimuliert so diejenigen Nerven, die für die Funktion des Blasenschließmuskels wichtig sind. Mit der Kooperation von Urologen und Neurologen hoffen die Ärzte, den Erkrankten schneller helfen zu können.