Vermehrt Geschlechtskrankheiten in Deutschland
Freitag, 02.10.2009
Neueste alarmierende Zahlen der deutschen STD-Gesellschaft, Gesellschaft für Sexually Transmitted Disease, bestätigen, dass wieder vermehrt Geschlechtskrankheiten in Deutschland auf dem Vormarsch sind. So haben sich nicht nur die HIV-Neuinfektionen in diesem Jahrzehnt auf über 3000 Infizierte verdoppelt, auch andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis oder Chlamydien nehmen erschreckend zu.
Der Grund liege darin, dass „eine gewisse Müdigkeit, was die Umsetzung von Schutzmaßnahmen betrifft, zu beobachten [sei]“, so Norbert Brockmeyer, Sprecher des Kompetenznetzes HIV/Aids des St.-Josef-Hospitals in Bochum. Ein weiteres Problem, mit dem die Mediziner zu kämpfen hätten und das auf der Jahrestagung der STD-Gesellschaft ausgiebig diskutiert wird, ist die Tatsache, dass immer mehr Erreger gegen Antibiotika resistent seien und das die Prävention nicht stark genug durchgeführt würde. Diese solle nun verstärkt betrieben werden, durch eine umfassende interdisziplinäre Zusammenarbeit im Dienste der Prävention von Geschlechtskrankheiten. So sollen Präventivmaßnahmen von Dermatologen, Gynäkologen, Urologen, Internisten und anderen Fachärzten gemeinsam angeboten werden.
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