Urologen und Hausbesuche
Freitag, 03.09.2010
In letzter Zeit wurde das Thema Hausbesuche von Urologen in den Medien heiß diskutiert. Urologen bekommen seit dem 1. Juli von den gesetzlichen Krankenkassen pauschal pro Patient nur noch 22,81 Euro für alle Untersuchungen und Behandlungen im Quartal. Das ist deutlich zu wenig, um die zusätzlichen Kosten der Hausbesuche zu decken. Daher überlegen viele Fachärzte für Urologie ihre Hausbesuche deutlich einzuschränken. Das wirkt sich vor allen Dingen auf die Patienten aus, die einen Katheter tragen und bettlägerich sind. Auch wenn Ärzte verpflichtet sind, ihrer ärztlichen Versorgung gerecht zu werden, ist nicht geregelt wo, nur Hausärzte sind zum Hausbesuch verpflichtet. So sind auch Krankentransporte in die Praxis möglich, um den Patient zu behandeln. Dies ist nicht nur sehr anstrengend für den Patienten, die zusätzlichen Kosten müssen die Krankenkassen zahlen, also letztendlich auch der Versicherte. Diese belaufen sich auch 40 bis 200 Euro. Wenn Urologen ihre Hausbesuche einschränken, zeigt das vielleicht den Krankenkassen, dass diese für Fachärzte bessere Hausbesuchsabrechnungen gestatten müssen.
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