Urologen erwarten mehr Tumorerkrankungen und sinkende Mortalitätsraten
Freitag, 19.03.2010
Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. bezieht Stellung zur der jüngsten Krebsstatistik des Robert Koch-Instituts. Nach dieser werden dieses Jahr Urologen bei mehr als 116.000 die Diagnose Krebs feststellen. Diese Prognose ermittelte das Robert-Koch-Institut anhand der Krebsregisterdaten von 1980 bis 2006. Somit werden in 2010 gut sechs Prozent mehr Menschen an einem bösartigen urologischen Tumor erkranken als noch im Jahr 2006. Auf der andern Seite sinken die Mortalitätsraten von Prostata-, Hoden-, Nieren-, Harnleiter- und Blasenkrebs weiterhin leicht durch bessere Diagnose- und Therapieverfahren. Ungefähr jede vierte Krebserkrankung ist eine urologische Erkrankung. Die Mortalitätsrate bei Prostatatumoren sank auf 10 Prozent aller Krebssterbefälle. Dies ist nicht zuletzt der frühen Diagnose durch die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) zu verdanken, sodass frühstmöglich mit der Therapie begonnen werden kann, was erheblich die Heilungschancen erhöht. Die jährlichen Neubefunde bei Prostatakrebs belaufen sich auf 60.100 Fälle.
Ein weiterer verbreiteter urologischer Tumor ist der Blasenkrebs mit 27.450 Neuerkrankungen im Jahr 2006. Das Erkrankungsalter liegt bei deutlich über 70 Jahren mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von 75 Prozent, wenn das Blasenkarzinom noch nicht auf die Lymphknoten angesiedelt ist. Weitere Informationen kann man der Broschüre „Krebs in Deutschland“ entnehmen, die das Robert-Koch-Institut aller zwei Jahre in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (Lübeck) herausgibt. Die 120-Seiten starke Broschüre ist im Internet unter www.rki.de abrufbar.
Anzeige


