Neue Behandlungsmethode für die chronische Blasenschwäche
Freitag, 23.10.2009
Eine neue Behandlungsmethode gibt nun Hoffnung für chronisch Kranke mit Blasenschwäche. Leiden Menschen unter „Imperativem Harndrang“ führt das nicht nur zu häufigem und heftigem Harndrang, sondern oft auch in die Isolation, da die Betroffenen Angst haben zu weit von einer Toilette entfernt zu sein. Dies wird mit Verhaltenstherapien und Medikamenten zur Blasenentspannung behandelt, doch zeigten diese Therapien bisher wenig Wirkung aufgrund eines möglichen Defektes in der Glykosaminoglykan-Schicht (GAG), die die Blasenwand schützt. Hier setzt nun die neue Instillations-Therapie an, bei der ein Chondroitinsulfat (Hauptbestandteil der GAG-Schicht) mittels Katheder in die Blase injiziert wird. Dieses wirke wie ein flüssiges Pflaster und könne so die Lebensqualität der Patienten erheblich steigern. Die Ergebnisse erster durchgeführter Studien sind sehr gut, auch wird die Behandlung, welche 95 Euro kostet, komplett von der Krankenkasse getragen. Der Urologe appliziert eine Chondroitinsulfat-Lösung via Katheder direkt in die Blase - zuerst wöchentlich für etwa vier bis sechs Wochen, danach einmal im Monat. Das Chondroitinsulfat unterstützt die Blase und hilft ihr die GAG-Schicht aufzubauen. Voraussetzung für diese Behandlung ist eine zuvor durchgeführte medikamentöse Behandlung.
Anzeige


