Mumps ist oft Ursache für Hodenentzündungen bei jungen Männern
Freitag, 09.04.2010
Untersuchungen irischer Mediziner haben ergeben, dass Mumps bei jungen Männern immer häufiger zu Entzündungen der Hoden (Testikel) führt. Mediziner des Mater Misericordiae Univeristy Hospitals in Dublin empfehlen deshalb Urologen, jungen Männern im Alter von 15 bis 24 Jahren zu einer Impfung gegen die Krankheit zu raten, sollte eine Immunisierung noch nicht vorliegen. Die Virusinfektion verbreitet sich besonders unter Schülern, die in den 1990er Jahren keine Mumpsimpfung erhielten. Bei jungen Männern befällt die Krankheit jedoch nicht nur die Speicheldrüsen, sondern auch die Hoden und kann zu einer Orchitis (Hodenentzündung) führen. Bei etwa 40 Prozent der erwachsenen Mumpspatienten entwickelt sich eine Hodenentzündung. Dabei kommt es nicht nur zu einer Hodenverkleinerung, sondern auch zu einer eingeschränkten Zeugungskraft. Weiterhin gehen die Forscher davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen der Hodenverkleinerung durch Orchitis und einem erhöhten Hodenkrebsrisiko gibt.
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