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Keine Krebsvorsorge – Ausreden der Männer

Freitag, 09.10.2009

Männer sind Vorsorgemuffel, besonders wenn es um die Früherkennung von Prostata-Krebs geht. So geht nur jeder vierte Mann zur jährlichen Früherkennung. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der TK hat nun untersucht, welche Ausreden die Männer für die fehlende Vorsorge finden.

Ausrede Nummer eins war „Früherkennung betrifft mich nicht - ich bin doch gesund!" So gaben sechs von zehn Befragten an, dass sie nur zum Arzt gingen, wenn sie wirklich krank wären. Ein weiterer Grund, dass sich so viele vor den Vorsorgeuntersuchungen drücken, ist, dass sie diese Untersuchungen als unangenehm empfinden. Auch der Zeitfaktor war eine oft gegebene Ausrede. So sagte jeder vierte Befragte aus, dass ihm die Zeit fehle, zum Urologen zu gehen.

Ein weiteres Manko, dass die Studie zum Vorschein brachte, ist, dass nur die wenigsten Menschen über die Früherkennung Bescheid wissen und dass viele Krankheiten wie Prostatakrebs und Darmkrebs-Tumore bei einer Früherkennung gut entfernt wenden können und oft sehr gute Heilungschancen bestehen. "41 Prozent der Befragten wissen gar nicht, auf welche Untersuchungen sie Anspruch haben. Und jeder dritte Mann gab sogar an, dass er sich über Vorsorge noch gar keine Gedanken gemacht hat", sagt Dr. Peter Düker, Mediziner bei der TK und sein Fazit: "Alle Beteiligten, von den Krankenkassen über die Politik bis zu den Ärzten, sollten noch stärker für Früherkennung werben." Daher der Apell, gehen auch Sie regelmäßig zum Urologen und lassen Sie sich durchchecken, denn auch wer sich gesund fühlt, muss es nicht unbedingt sein.