Blut im Sperma - was dahinter stecken kann
Freitag, 04.02.2011
Blut im Sperma beunruhigt die Betroffenen und ein Gang zum Urologen kann mit Sicherheit nicht Schaden, auch wenn dieser beruhigt, hat Blut im Sperma doch häufig harmlose Ursachen. Hat das Sperma eine rötliche Färbung oder ist sichtbar blutig, ist das nicht unbedingt ein Krankheitszeichen. Dr. Wolfgang Bühmann, Urologe auf Sylt erklärt "Auch wenn sich viele Männer heftig erschrecken: Blut im Sperma hat überwiegend harmlose Ursachen.“ Die häufigste Ursache für Blut im Sperma, auch als Hämatospermie bezeichnet, ist eine Entzündung der Prostata (Prostatitis), der Samenblasen oder der ableitenden Samenwege. In 30 bis 50 Prozent der Fälle liegt den Blutungen eine solche Entzündung zugrunde", sagt Bühmann. Dese Entzündung bereitet keinerlei Beschwerden, wird oft erst durch die Blutspuren entdeckt, eine Behandlung erfolgt meist durch Antibiotika.
Auch starker Bluthochdruck kann eine weitere Ursache sein. Dieser kann dazu führen, dass kleine Äderchen in der Prostata oder den Samenblasen platzen und die Blutung auslösen. Weiterhin können starke körperliche Anstrengung oder Quetschungen der Auslöser für das Blut im Sperma sein. Laut Bühmann findet man bei mindestens 20 Prozent der Betroffenen keine Ursache. Nur sehr selten stecke hinter den Blutungen ein Tumor der Prostata. Genaue Zahlen von Betroffenen gibt es nicht.
"Es tritt aber häufiger auf als man denkt", sagt Bühmann. Dem Urologen zufolge kommen die Blutungen vor allem bei Männern zwischen 25 und 40 Jahren vor. Er rät Betroffenen zunächst einmal Ruhe zu bewahren. Insbesondere bei Patienten unter 40 Jahren seien ernste Erkrankungen wie Tumore selten. "Wenn die Blutungen nach vier bis fünf Tagen nicht nachlassen, sollte man aber in jedem Fall zum Arzt gehen, um die Ursache abzuklären", rät der Urologe.
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