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Bettnässen - eine urologische Krankheit

Donnerstag, 25.11.2010

Normalerweise spricht man bei Kindern, die im Alter von fünf Jahren oder älter noch ins Bett nässen von der Krankheit mit dem Namen „Enuresis nocturna“, das ungewollte Urinieren während der Nacht im Schlaf.  Wenn es nach dem 5. Lebensjahr noch regelmäßig zum Einnässen kommt, dann sind ein Gang zum Arzt und eine medizinische Behandlung unerlässlich.

In den meisten Fällen stecken psychische Ursachen dahinter, in den seltensten Fällen sind organische Unstimmigkeiten der Auslöser. Sexuelle Erregung, Trotz oder auch Angst sind oft Auslöser von Bettnässen. Angst und Trotz sind Indizien für eine gestörte Beziehung zu den Eltern. Beim gemeinsamen Schlafen mit andersgeschlechtlichen Geschwistern ist eine sexuelle Erregung oft der Grund. Sobald sich die Lebensumstände im Alter verändern, dann vergeht das Bettnässen wieder.

Bettnässen wird behandelt, in dem die Angst bei den Kindern abgebaut oder auch das Selbstbewusstsein gestärkt wird. Kinder macht es nervös, wenn sie nachts geweckt werden. Eine Unterbrechung des nächtlichen Schlafens ist also zu vermeiden. Auf gar keinen Fall sollten die Kinder für ihr Einnässen bestraft und bloßgestellt werden. Das macht die Angelegenheit sogar noch schlimmer. Hilfreich sind auch Beruhigungsmittel, die dem Kind einen tiefen Schlaf versprechen. Bei länger anhaltendem Bettnässen ist eine psychiatrische Behandlung erforderlich.